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"Floorcraft" macht den Unterschied

Es ist immer spannend und interessant Tanzturniere anzusehen. Paare tanzen ihre Choreographie und beeindrucken mit perfekter Balance, Ausdruck, Musikalität, Artistik, Gefühl, Körperbeherrschung und das noch verbunden mit einer ausgezeichneten sportlichen Leistung. Besonders gut kann man in den ersten Runden die unterschiedliche tänzerische Qualität beobachten.

Oft handelt es sich um die gleichen Paare, die in andere rücksichtslos hineintanzen, mitten im Tanz stehenbleiben, oder keinen Platz finden um ihre Performance darzubieten. Andere Paare spielen nicht nur mit der Musik, sie nutzen auch die Möglichkeiten ihrer Choreographie gekonnt aus, indem sie mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Raum spielen, und ihre Bewegungen gekonnt beschleunigen oder verzögern. Diese Fähigkeit wird "Floorcraft" genannt.

 

Natürlich ist das Tanzen in seiner Entwicklung schneller, raumgreifender und artistischer geworden. Aber genau deshalb fallen jene Tanzpaare umso mehr auf, die sich nicht von den anderen Paaren in ihrer Bewegung stören lassen.

Woran liegt es, dass einige Paare frei tanzen, dabei entspannt ausschauen und den Raum für ihre Darbietung ausnutzen, während andere sich einsperren lassen, ihre Bewegungen blockiert und verhalten wirken, und jeder Saal für sie zu klein scheint?

Je besser meine Balance ist, und je besser ich über meinem Standbein stehe, desto besser kann ich meine Körpergeschwindigkeit kontrollieren. Besonders gut lässt sich das anhand einfacher Basicfiguren im Grundrhythmus des jeweiligen Tanzes trainieren.

Improvisation hilft dabei, auch in schwierigen Situationen die Übersicht zu bewahren und vorausschauend zu tanzen. Um im Wettkampf auf diese Fähigkeit zurückgreifen zu können, benötigt es viel Übung, die man nicht nur im Turnier erlangt, sondern bereits in den Trainingsalltag integrieren muss. Dadurch kann man die vorgegebene Choreographie verlassen um Kollisionen zu vermeiden, und dann wieder mit der Choreographie fortsetzen, ohne dabei in Schwierigkeiten zu geraten.

Ähnliches kann man auch in anderen Sportarten sehen. Überraschende Spielzüge im Fußball oder Handball, die kreativ sind, werden im Training geübt, da sie sonst im Wettkampf nicht funktionieren würden.

 

"Floorcraft ist die Fähigkeit eines Paares während seiner gesamten Darbietung, die Musikalität, den Bewegungsfluss und die Paarsilhouette beizubehalten. Sie ist eine Kombination aus der Fähigkeit, die gewohnte Figurenfolge zu ändern und sie der Größe des Raumes anzupassen und der Fähigkeit anderen Paaren auf der Fläche auszuweichen zu können. Leider hat sich die Floorcraft allgemein verschlechtert, weil unser Tanzen kraftvoller geworden ist und in der Tat auch wegen einiger aggressiver Paare mit schlechten Manieren. Es liegt in der Verantwortung des Trainers bei seinen Paaren das Verständnis für Floorcraft und für die notwendigen Anforderungen zu entwickeln, sich auf einer vollen Tanzfläche zu bewegen. Es ist wichtig, dass die Figurenkombinationen nicht die Mittellinie des Raumes kreuzen, und dass sich das Paar zunächst in Richtung Ecke bewegt, bevor es auf die andere Flächenseite wechselt." (Geoffrey HEARN aus seinem Buch „A Technique Of Advanced Standard Ballroom Figures“)

Für mich ist "Floorcraft" auch der Respekt vor den anderen Tanzpaaren und vor dem eigenen Tanzpartner.

 

 

 

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