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"OWT"

Am 12.11.2015 jährt sich bereits zum fünften Mal der Todestag von "OWT" - Oliver Wessel-Therhorn.

In der Nacht vom 11. auf den 12.11.2010 hat die Tanzwelt nach langer, schwerer Krankheit, eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren, die den TanzSport so stark geprägt hat, die kaum ein anderer.

Oliver Wessel-Therhorn war ein ausgezeichneter Tänzer, Trainer, Choreograf, Wertungsrichter, Vortragender und Buchautor. Musikalität und Partnering waren seine großen Leidenschaften, und seine Kritiken waren oft berühmt berüchtigt. Doch seine hohen Ansprüche stellte er nicht nur an andere, sondern auch an sich selbst, was in seinen Kommentaren oft durch einen gehörigen Schuss Selbstironie zum Ausdruck kam.

 

Nach der Beendigung seiner aktiven Tanzsportkarriere arbeitete Oliver Wessel-Therhorn in allen Sparten des Tanzsportes erfolgreich als Trainer. Er unterrichtete nicht nur Paare in den Standardtänzen und den lateinamerikanischen Tänzen, sondern war auch Choreograf für Segue (Kür- bzw. Showdance) und den Formationstanz.

 

Die Grundprinzipien des Tanzens standen für ihn immer an oberster Stelle. Trotzdem war er auch stets offen für neue Ideen und individuelle Interpretationen, solange die tänzerischen Grundprinzipien, die er von seinen "Stiefeltern" Bill und Bobbie Irvine vermittelt bekam, respektiert wurden.

Oliver Wessel-Therhorn war auch ein ausgezeichneter Vortragender. Legendär sind seine zahlreichen Vorträge in Blackpool, wobei seine Lecture: "What is not acceptable in Tango", bei der er Unterstützung von William Pino / Alessandra Bucciarelli als Demonstrationspaar fand, besonders hervor zu heben ist. Seine Grundaussage darin war: "Alles ist möglich und erlaubt - auch neue Interpretationen, solange die Grundprinzipien beherrscht und eingehalten werden. Das wichtigste ist, dass die Balancen stimmen und das Prinzip der Einhaltung der Musikalität."

Dieses Thema beschäftigte ihn auch bei seiner letzten Lecture in Blackpool. Zum Ausdruck brachte er dies mit der Frage: "What happened to the musicality"?

 

In persönlicher Erinnerung bleibt er mir mit Aussagen wie: "Das sind nicht die Austrian Open" – damit kommentierte er eine verunglückte Version eines progressive Link bei einem Tanzpaar im Rahmen des österreichischem Kadertrainings, bei dem der Körperschluss auf der Strecke geblieben ist. Bei einer anderen Lecture beschrieb er die Promenadenposition mit: "The Promenade is not open to the world".

 

Viel Wert hat Oliver auch auf das Partnering bzw. die Beziehung zwischen Mann und Frau gelegt. Wichtig war immer die Kommunikation im Paar, die schon vor Beginn des Tanzes anfängt. Für ihn war es z.B. nicht nachvollziehbar, dass manche Herren ihre Dame bei der Aufforderung zum Tanz nicht einmal anschauen.

 

Viele Paare, die Oliver Wessel-Therhorn früher betreut hat, arbeiten heute selbst als Trainer. Sie vermitteln so die Prinzipien und Inhalte des Paartanzes weiter. Auf diese Art und Weise bleiben Oliver Wessel-Therhorn und sein Lebenswerk unvergessen, und seine Ideen und Werte bleiben auch noch für die nächste Tänzergeneration erhalten.

Für alle, die nicht mehr die Möglichkeit hatten, Oliver Wessel-Therhorn persönlich kennen zu lernen, empfehle ich, sich die Zeit für eine ausgiebige Internetrecherche zu nehmen.

 

 

 

 

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