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Was versteht man unter Mentaltraining?

Der Begriff "mental" ist vom lateinischen Wort "mens" abgeleitet, das soviel wie "Geist", "Verstand" oder "Intellekt" bedeutet.

Mentaltraining hat nichts damit zu tun, die rosarote Brille aufzusetzen, und alles, auch das Negative, schön zu reden und positiv zu sehen.

Mentaltraining beschäftigt sich viel mehr mit Disziplin, Zielsetzung und mit einer positiven Einstellung zu sich selbst und zu den eigenen Handlungen.

 

Viele Sportler, die eine Sportart wettkampfmäßig betreiben, kommen irgendwann zu einem Punkt, an dem sie sich trotz optimaler Trainingsvoraussetzungen und technischer Fähigkeiten nicht mehr weiterentwickeln, bzw. die Trainingsleistungen im Wettkampf nicht auf demselben hohen Niveau abrufen können.

 Diese sogenannten "Trainingsweltmeister" sind Sportler, die sich technisch in ihrer Sportart sehr wohl mit den Besten ihrer Klasse messen, ihre Leistung jedoch unter Druck (beim Wettkampf) nicht optimal abrufen können, und die sich durch veränderte Bedingungen zwischen Training und Wettkampf leicht aus dem Konzept bringen lassen.

 

Oft reicht es bereits, dass man verspätet am Wettkampfort ankommt, die Garderoben bereits überfüllt sind und man kaum Platz für seine eigenen Sachen findet. Bodenbedingungen wie Flächengröße und -beschaffenheit entsprechen nicht der vom Training her gewohnten Qualität, Wettkampfteilnehmer, Wertungsrichter, volle Ränge oder leere Sporthalle, oder die Erinnerungen an den letzten, vielleicht nicht besonders erfolgreichen Bewerb lassen den Fokus des Sportlers von seiner eigentlichen Aufgabe abschweifen und bringen ihn aus dem Konzept.

 

"Manche Spieler der deutschen Nationalmannschaft kamen in der Ära Klinsmann erstmals mit einem Mentaltrainer in Kontakt" (Zitat aus dem Buch „Projekt Gold“ von Jörg Löhr).

 

Meistens beginnen Sportler erst mit dem Mentaltraining wenn sie merken, dass Wettkämpfe nicht rund ablaufen oder sich das erhoffte Ergebnis nicht einstellt. Besser wäre es, mentale Techniken bereits von Anfang an in den Trainingsablauf zu integrieren, und so negative Erfahrungen und umfangreiche Trainingsumstellungen zu einem späteren Zeitpunkt zu vermeiden.

In anderen Sportarten wie Golf gehört Mentaltraining schon lange zum fixen Trainingskonzept. Auch im Tanzsport hat das Mentaltraining inzwischen bei erfolgreichen Tänzern bereits Tradition.

 

Das Mentaltraining im Sport ist sehr umfangreich und wird mit dem körperlichen und sportartspezifischen Training kombiniert. So ist es zum Beispiel nachgewiesen, dass technische Bewegungsabläufe durch zusätzliches Vorstellen der Bewegung (sogenanntes "Visualisieren") enorm verbessert werden können, und dabei sogar die benötigten Muskelgruppen aktiviert werden.

Mentaltraining kommt aber nicht nur bei körperlichen Aktivitäten, sondern auch beim Entspannen zum Einsatz. Mentaltechniken wie zum Beispiel "Atemtechniken", "progressive Muskelentspannung", "Körperwahrnehmungstraining" oder "Achtbarkeitstraining" helfen dabei, dass der Körper in Ruhephasen besser regeneriert, bei Wettkämpfen die Aufmerksamkeit gesteigert wird, und der Kopf nicht so schnell ermüdet.

Außerdem wird das Mentaltraining zur Motivation und zur Stärkung des Selbstbewusstseins genützt und geht dabei Hand in Hand mit der Sportpsychologie, weshalb Sportler oft mit Mentaltrainern und Sportpsychologen zusammenarbeiten.

 

Als "mental stark" werden Sportler bezeichnet, die sich immer an der Obergrenze der Leistungsfähigkeit bewegen, die Trainingsleistung auch im Wettkampf unter Druck abrufen, und negative Erfahrungen annehmen, und daraus lernen können.

Jeder ist selbst dafür verantwortlich, was in seinem Kopf vorgeht, und hat die Möglichkeit, seine Gedanken zu kontrollieren und zu beinflussen.

Jeder Sportler kann durch seine Gedanken und Handlungen alles ermöglichen, oder alles zerstören – Die Verantwortung liegt bei jedem selbst!

 

 

 

 

 

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