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Das Kapital der Tänzer

Tanzen ist Bewegung zur Musik. Vergleicht man Tanzpaare in einer Gruppe miteinander, dann fällt auf, dass einige Paare dynamischer und kraftvoller wirken als andere, obwohl sie dasselbe Figurenmaterial verwenden. Nicht eine komplizierte Choreographie, sondern die Bewegungsqualität ist es, die Tänzerinnen/Tänzer voneinander unterscheidet.

Aber wodurch entsteht eine gute Bewegungsqualität?

Für den Zuseher ist die Bewegungsqualität zumeist an der Oberlinie, bzw. dem "Gesamteindruck" erkennbar. Die Basis für eine dynamische Bewegung bildet jedoch die richtige Benützung der Füße und Fußgelenke. Die Bewegungsqualität hängt sehr stark davon ab, wie die Tänzerinnen und Tänzer ihre Füße benützen. Je besser die Füße und Fußgelenke trainiert sind, desto kraftvoller sind die Schritte, die Balancen verbessern sich, und die Stabilität nimmt zu.

 

Unsere Füße tragen uns ein Leben lang, und erbringen dabei auch abseits des Tanzsports Höchstleistungen. Die tägliche Arbeit unserer Füße ist für uns so selbstverständlich, dass wir kaum darüber nachdenken. Unsere Füße ermöglichen uns, ruhig zu stehen oder zu gehen, zu laufen, zu hüpfen, zu balancieren, oder auch zu tanzen. Was unsere Füße leisten, merken wir meistens erst, wenn die Bewegung eingeschränkt ist, und sich durch Verletzungen oder Fehlstellungen Schmerzen einstellen. Probleme mit den Füßen können oft auch Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Wenn durch einen Fußfehler die Beinachsen nicht mehr stimmen, können auch die Knie, Hüftgelenke, die Wirbelsäule, der Rücken und Nackenbereich in Mitleidenschaft gezogen werden.

 

Häufig werden Fehlstellungen durch Überbelastungen, wie sie auch durch das Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen entstehen, hervorgerufen. Bekannte Krankheitsbilder sind z.B. Hallux Valgus, Senk-, Platt- oder Spreizfuß, Überpronation bis hin zu Ermüdungsbrüchen.

Erstaunlicherweise wissen die wenigsten Menschen über den Aufbau ihrer Füße Bescheid. Nach der Geburt haben unsere Füße noch nicht ihre endgültige Form erreicht. Diese entwickelt sich allmählich bis ins Jugendalter hinein. Knorpel werden durch Knochengewebe ersetzt, und erst nach Rückbildung der Fetteinlagerungen in der Fußsohle entsteht das Längsgewölbe.

 

Fuss1         Fuss2         Fuss3

 

Der Erwachsenenfuß besteht aus insgesamt 26 Knochen und zwei Sesambeinen, und ist im Aufbau jenem der Hand ähnlich. Die Knochen werden durch Bänder und Sehnen zusammen gehalten und stabilisiert, und durch die Muskulatur bewegt. Das Zusammenspiel der Gelenke ermöglicht uns eine perfekte Abrollbewegung von der Ferse über die Zehen und hilft dabei, unser Gewicht abzufedern. Zusammen mit der Waden- und Schienbeinmuskulatur sind wir im Stande zu heben und zu senken.

 

Nur ein sehr geringer Prozentsatz aller Kinder kommt mit einem angeborenen Fußfehler zur Welt. Oder anders herum betrachtet: bei mehr als 95% der Fußfehler handelt es sich sozusagen um „erworbene“ Beeinträchtigungen der Füße.

Das Gute an dieser Tatsache ist, dass sich durch gezieltes Training der Fußmuskulatur und Kräftigung des Fußgewölbes viele Fehlstellungen vermeiden oder zumindest verbessern lassen.

Barfuß gehen auf verschiedenen Untergründen, unterschiedliche Gegenstände mit den Zehen greifen, oder auf einem Bein stehen, sind einfache aber effiziente Übungen. Massagen, Dehnungsübungen oder Fußbäder helfen bei der Regeneration.

Trainierte Füße sind nicht nur die Grundvoraussetzung für eine qualitativ hochwertige Bewegung im Tanzsport, sondern auch eine wichtige Basis für einen gesunden Bewegungsapparat.

Das „Kapital der Tänzer“ - die Füße - haben auch abseits des Tanzens mehr Aufmerksamkeit verdient!

 

 

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