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Neuer Trend in den lateinamerikanischen Tänzen?

Tanzen hat als lebendige und dynamische Sportart im Wandel der Zeit immer wieder zahlreiche Weiterentwicklungen miterlebt.

Weiterentwicklungen sind für jede Sportart grundsätzlich positiv. Sie sind nur dann möglich, wenn Trainerinnen/Trainer und Tänzerinnen/Tänzer sich intensiv mit der Materie befassen, und - basierend auf den bisherigen Erkenntnissen - neue, kreative Wege eingeschlagen.

Entwickelt sich eine Sportart weiter ("schneller, höher, stärker"), muss sich die Bewegungstechnik anpassen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden.

 

In letzter Zeit ist besonders in den Lateintänzen Samba, Cha Cha Cha, Rumba und Jive ein neuer "Trend" zu beobachten.

Ganze Figuren und Folgen werden am Ballen getanzt – die Ferse berührt kaum noch den Boden. Viele Figuren erwecken dadurch den Eindruck mehr "gelaufen" als "getanzt" zu werden.

 

Als Grundlage in den lateinamerikanischen Tänzen sind in Österreich Technik und Prinzipien aus dem Buch "Technique of Latin Dancing" von Walter Laird anzuwenden.

Im diesem Technikbuch ist bei der Fußarbeit sehr häufig "Ballen flach" zu lesen.

Diese Fußtechnik findet sich zum Beispiel in allen Basicfiguren von Rumba, Cha Cha Cha, Samba oder Jive.

 

Was ist das Resultat, wenn nicht der ganze Fuß benützt wird?

 

  • Tänzerinnen und Tänzer können keinen Druck zum Boden entwickeln. Das Standbein ist nicht in der Lage, seine Arbeit korrekt zu verrichten, und den nächsten Schritt vorzubereiten.
  • Daraus resultierend kann keine (richtige) Hüftaktion getanzt werden.
  • Die Körperpositionen sind durch die falsche Gewichtsverlagerung nicht klar erkennbar. Die Führung ist damit nicht gezielt einsetzbar – die Dame kann die Führung nicht lesen.
  • Zuletzt leidet auch die Charakteristik der einzelnen Tänze, da der Rhythmus durch die mangelhafte Fußtechnik nicht erkennbar ist.

 

Vielleicht liegt es daran, dass manche Tänzerinnen und Tänzer meinen, eine schwierige Choreographie mit vielen schnellen Schritten, würde automatisch besser bewertet werden als eine einfache, klare und technisch einwandfrei getanzte Choreographie.

Möglicherweise sind sich aber viele Tänzerinnen und Tänzer ihrer Fußtechnik gar nicht ausreichend bewusst.

 

Jedenfalls hoffe ich, dass sich dieser "neue Trend" in den Lateintänzen nicht durchsetzen wird, und die Tänzerinnen und Tänzer einer exakten Fußtechnik wieder eine größere Aufmerksamkeit schenken.

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